Internet Guide für Eltern

Der Deutsches Kinderhilfswerk e. V. hatte 2016 in Kooperation mit dem FSM e. V. und dem fragFINN e. V. einen Ratgeber für Eltern entwickelt, der unter pädagogischer Perspektive “die Vielfalt der Möglichkeiten und Potentiale von Medien vorstellen, aber auch auf die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen hinweisen“(S.2) soll. Neben den auf die gesamte Familie bezogenen Informationen und Tipps wird auch nach den Altersgruppen frühe Kindheit, Grundschulalter und Jugend differenziert.
Dem Leitbild des Deutschen Kinderhilfswerkes entsprechend wird dabei weitgehend auf simple Aufforderungen mit Belehrungsanspruch und bewahrpädagogischem Hintergrund verzichtet.
Als Erweiterung des Internet Guide für Eltern wird seit 2018 als Kooperationsprojekt von FSM, klicksafe, Deutsches Kinderhilfswerk, fragFINN und JFF auch der Elternguide.online angeboten, der neben dem statischen Informationsangebot gekonnt auch Interaktionsmöglichkeiten nutzt.
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MoMAR – Augmented Reality gallery

Projektanregung:

Wer auf seinem Android-Smartphone die App MoMAR-AR gallery installiert hat, kann damit seit 2.03.2018 im Jackson-Pollock-Raum im 5.Stock des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zusätzlich eine zweite Ausstellung „Hello, we’re from the internet“ ansehen: digitale Kunstwerke überlagern auf dem Display die Abbildung der ausgehängten Kunstwerke.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieses kurze Video:

MoMAR inaugural show 'Hello, we're from the internet' from Damjanski on Vimeo.

Hinweise auf einige ältere Anregungen und Erfahrungen

FIM-Studie 2016 Familie, Interaktion, Medien – Untersuchung zur Kommunikation und Mediennutzung in Familien

Die FIM-Studie 2011 hatte ich damals als “weitere Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen“ bewertet. Nun ist endlich die Folgestudie 2016 zugänglich, die ich ebenso bewerte. Sie kann als PDF-Datei kostenfrei heruntergeladen werden. Wer sie als gedruckte Broschüre erhalten will, muss noch bis zum 1.03. 2018 warten.

Erneut wurden alle Haushaltsmitglieder der laut MPFS für die ca. 18 Millionen deutschsprachigen Haushalte mit einem oder mehreren Kindern zwischen drei und 19 Jahren repräsentativen Stichprobe (284 Familien) befragt. Mit einer Teilstichprobe wurde ergänzend eine Tagesablauferhebung mit Tagebüchern durchgeführt.

Die Studie liefert wichtige Informationen zu den Fragebereichen
“- Qualität, Inhalte und Formen der innerfamiliären Kommunikation
– Vorhandensein von kommunikativen Verhaltensmustern innerhalb der Familie
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Generationen bei der Mediennutzung
– Bedeutung von Medientechnik und Medieninhalten im familiären Gefüge“

Zwei Zitate:
Medienerziehungskompetenz: “Vergleicht man die aktuellen Ergebnisse mit den Werten der FIM-Studie 2011 so schätzen sich die Eltern deutlich besser ein als noch vor fünf Jahren. Der Anteil derer, die sich als sehr kompetent betrachten, ist von 21 auf 31 Prozent gestiegen und während sich 2011 insgesamt 19 Prozent als wenig oder gar nicht kompetent einstufen, sind es aktuell nur noch 13 Prozent.“ S.73

“Über die Hälfte der Eltern (55%) schaut regelmäßig gemeinsam mit den Kindern zum Zeitpunkt der Ausstrahlung fern. Maximal jedes zwanzigste Elternteil schaut gemeinsam mit den Kindern Filme, Serien oder Videos zeitversetzt oder auf anderen Plattformen an.“ S.82

John Perry Barlow, 1947-2018

Der im Februar 2018 gestorbene John Perry Barlow hatte 1990 die heute sehr einflussreiche amerikanische Nichtregierungsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) mitbegründet, die sich seitdem erfolgreich für die Bewahrung von Bürgerrechten einsetzt. Er stellte 1996 beim Weltwirtschaftsforum in Davos das historisch wichtige Postionspapier Declaration of the Independence of Cyberspace vor und erreichte damit hohe und kontroverse öffentliche Aufmerksamkeit – auch bei uns in der GMK.
Etwas naiv, aber weiter anregend für unsere andauernde Werte- und Zieldiskussion wirken aus heutiger Sicht Sätze wie

“Wir schaffen eine Welt, in die alle eintreten können, ohne Privilegien oder Nachteile, die durch Rasse, Wirtschaftsmacht, militärische Gewalt oder Geburtsort zugeteilt werden.
Wir schaffen eine Welt, in der jeder überall seine Überzeugungen zum Ausdruck bringen kann, ohne Angst zu haben, zum Schweigen oder zur Konformität gezwungen zu werden.“

Cindy Cohn, langjährige Weggefährtin und derzeitige Geschäftsführerin der EFF, berichtet in ihrem Nachruf, dass er damals sehr bewusst ausschließlich positive Entwicklungsmöglichkeiten formulierte und zitiert: “So I predicted Utopia, hoping to give Liberty a running start before the laws of Moore and Metcalfe delivered up what Ed Snowden now correctly calls “turn-key totalitarianism“.“

Aktuelles Urteil gegen Facebook

Facebook verstößt mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden. Die Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, sind nach dem Urteil teilweise unwirksam.
Zwei Beispiele:
– Per Voreinstellung wird festgelegt, dass Suchmaschinen einen Link zur Chronik des Teilnehmers erhalten dürfen.
– Acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen wurden vom Gericht für unwirksam erklärt, darunter die vorformulierte Einwilligungserklärung, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten dürfe.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle mit weiteren Informationen: Presseerklärung des vzbv vom 12.02. 2018

Text des Urteils

Stellungnahme des Deutschen Kulturrates zur Anpassung des Telemedienauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, positionierte sich am 14.12.2017 mit einer Stellungnahme zu der derzeitigen Diskussion über die Telemedienangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Diese Stellungnahme veröffentlichen wir hier gern.

Futurelab Medienpädagogik: Thesenpapier zum Forum 2017

Zum Forum Kommunikationskultur 2017 hat der GMK-Vorstand ein Thesenpapier erarbeitet, das Sie über die Kommentarfunktion diskutieren und weiter entwickeln können. Nach dem  GMK-Forum wird eine finalisierte Fassung weiter verbreitet.

Das Forum Kommunikationskultur der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) steht im Jahr 2017 unter dem Anspruch, sich mit Fragen der Qualitätsentwicklung medienpädagogischen Handelns in Wissenschaft und Praxis auseinanderzusetzen. Dabei soll besonderes Augenmerk auf Fragen der Professionalisierung und der Entwicklung von Standards gelegt werden. Zu diesen Fragen stellen wir im Folgenden ausgewählte Thesen mit ergänzenden und erweiternden Erläuterungen im Sinne eines programmatischen Textes zur Diskussion. Weiterlesen