Elternratgeber Computerspiele (2013)

Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) hat in Kooperation mit der Stiftung Digitale Spielekultur und dem ComputerProjekt Köln e. V. einen informativen und insgesamt empfehlenswerten „Elternratgeber Computerspiele“ herausgegeben, der für einen gelassenen und grundsätzlich akzeptierenden Umgang plädiert, statt überwiegend potentielle Risiken zu thematisieren.

Im Vorwort wird zutreffend angekündigt: „Dieser Elternratgeber greift zentrale Fragen und Problemstellungen aus dem Erziehungsalltag auf und gibt Tipps und Ratschläge in Bezug auf Computerspiele. Er bietet Ihnen einen Überblick über Fragen des generellen Umgangs mit Spielen, der Auswahl geeigneter Angebote sowie der Nutzungsdauer und technischer Maßnahmen.“

Wenn allerdings bei den „Free-to-Play“ Angeboten von Online-Spielen ausgeführt wird:
„Wenn sich Kinder und Jugendliche im Wettstreit befinden und bestimmte Spielinhalte oder der Erfolg als Status wahrgenommen werden, kann gerade bei ihnen der Reiz entstehen, hierfür bezahlen zu wollen.“
und dann aufgefordert wird, „über den verantwortungsvollen Umgang mit Zahlungssystemen“ aufzuklären, wird hier doch arg verkürzt informiert. Es wird verschleiert, dass es sich hier um ein Geschäftsmodell handelt, bei dem es gerade darum geht, die Spielenden zum Kauf von „Vorteilen“ mit realem Geld zu veranlassen. Spielende werden dazu mit raffinierten Werbemethoden häufig durchgehend animiert. Es wäre verdienstvoll, Eltern auch hierüber zu informieren.

Der 36seitige Ratgeber kann als PDF-Datei kostenfrei heruntergeladen werden. Eine Druckfassung ist angekündigt.

gthiele

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