Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) 2011 : Neue Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen

Sonntag, 26. Februar 2012

Seit Februar 2012 gibt es mit der FIM-Studie eine weitere Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen:

“Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext.” (Pressemeldung)

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest liefert uns seit über zehn Jahren mit den Studienreihen KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) und JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) regelmäßig aktuelle Daten über die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Mit der qualitativ angelegte Untersuchung JIM plus Nahaufnahmen 2009 lieferte er zudem bereits wichtige Informationen über Hintergründe, Motive und individuelle Einstellungen der Mediennutzung bei Jugendlichen.
Mit der neuen FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) wurden 2011 zusätzlich die Kommunikationsstruktur und die Mediensituation im Familienkontext erhoben.
Für die laut MPFS repräsentative Studie wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen 3 und 19 Jahren persönlich befragt. Mit einer Teilstichprobe wurde ergänzend eine Tagebuchbefragung durchgeführt.

Die gesamte Studie kann als als PDF-Datei (2,75 MB) heruntergeladen werden.
Zusammen mit der Kurzinformation zur Studie wird auch ein direkter Zugang zu den grafischen Darstellungen ermöglicht.

Drei Zitate:
“71 Prozent der Eltern sehen regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Woche, mit ihren Kindern fern. Etwa die Hälfte hört gemeinsam Radio. 13 Prozent der Eltern nutzen regelmäßig mit zumindest einem Kind das Internet, deutlich seltener werden gemeinsam Computer- (4 %) und Konsolenspiele (3 %) gespielt.” (S.90)

“Bei der Frage nach den Medienexperten der Familie sind die Rollen klar verteilt. Väter sind die Spezialisten im Umgang mit technischen Aspekten, vor allem beim Computer. Mütter
werden für Fernsehinhalte und zum Thema Buch als kompetentestes Familienmitglied eingeschätzt, für Computerspiele sind die Kinder die Experten.” (S.91)

“In aktuellen Fragen der Medienerziehung schätzen sich 21 Prozent der Eltern als sehr kompetent ein. Die Mehrheit mit 60 Prozent der Eltern formuliert dies mit etwas kompetent deutlich zurückhaltender. 14 Prozent schätzen sich weniger kompetent ein und fünf Prozent schreiben sich hier gar keine Kompetenz zu.” (S.91)

gthiele

Hamburg: Medienkompetenzförderung durch ein Medienkompetenz- Netzwerk

Sonntag, 05. Juni 2011

Am 4.5.2011 hat die Hamburgische Bürgerschaft auf Antrag der SPD-Fraktion (“Medienkompetenzförderung durch ein Medienkompetenz- Netzwerk“) einen umfangreichen Katalog von “Prüfaufgaben” beschlossen, die zu einem Gesamtprogramm zur Medienkompetenzförderung führen sollen.

Anlass war ein Antrag der CDU zur Einführung eines Medienführerscheins, der durchaus auch “im Rahmen der Entwicklung des Rahmenkonzepts für die Aktivitäten zur Förderung der Medienkompetenz” gedacht war.

Der Hamburger SPD-Politiker Hansjörg Schmidt, Medien- und Netzpolitischer Sprecher seiner Fraktion, bietet hierzu bei Youtube eine kommentierte Videoaufzeichnung seiner Antragsbegründung vor der Bürgerschaft an.

gthiele

Animationsclips zur politischen Bildung

Freitag, 11. Juni 2010

Unter dem Motto „Bildung muss nicht langweilig sein“ startet der Verein /e-politik.de/ e.V. sein Projekt. Jeder Animationsclip greift ein politisches Thema auf. Der erste Clip beschäftigt sich mit dem Thema Vereinte Nationen; weitere Clips zu den Themen Islamismus, Welthandelssystem, Globalisierung, Klimawandel usw. sind geplant. Gefördert wird das Projekt bislang von den Gesellschaftern (Aktion Mensch), dem FairTrade e.V., der Doris Wupperman Stiftung und der Aktion Selbstbesteuerung.

Dies ist der erste Clip zum Thema Vereinte Nation:

US-Außenministerium startet weltweiten Video-Wettbewerb zu Vorstellungen von Demokratie

Montag, 15. September 2008

Bei manchen Nachrichten muss man erst mal das Datum überprüfen: Ist heute der erste April? Nein, heute ist der erste “Internationale Tag der Demokratie”. Dazu startet das US-Außenministerium im Rahmen einer Democracy Video Challenge einen Wettbewerb zu der Frage ‘Democracy is…’ (Was ist Demokratie?) Bis zum 31. Januar 2009 kann man selbstverfasste Videobeitrage, die allerdings in Englisch abgefasst sein müssen, einreichen.

Ist doch eine tolle Chance für die Regierung der Vereinigten Staaten, mal andere Vorstellungen von Demokratie kennen zu lernen. Hatte man bisher doch eher den Eindruck, als verfüge dieselbe über die letztendliche und einzig wahre Einsicht zu diesem Thema, die sie im Zweifels- bzw. Krisenfalle notfalls auch unter Einsatz von Gewaltmitteln auf der Welt zu verbreiten bereit war (ist).

Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (GAME) ist jetzt Mitglied im Deutschen Kulturrat

Donnerstag, 14. August 2008

Computerspiele sind in der Diskussion, Förderung von Gewalt, Erzeugung von Suchtähnlichen Erscheinungen – das sind die Schlagworte, mit denen Computerspiele im öffentlichen Diskurs häufig verbunden werden. Doch Kunst und Kultur? Auf der Games Convention 2007 hatte der deutsche Kulturrat bereits einen Workshop für Kulturschaffende organisiert, um diesen einen Einblick in die aktuellen Computerspielewelten zu geben. Jetzt ist der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (Game) Mitglied im Deutschen Kulturrat geworden. (weiterlesen …)

Youtube interaktiv

Freitag, 06. Juni 2008

Was soll man darunter verstehen? Gemeint ist die (neue) Möglichkeit, Videos so miteinader zu verlinken, dass eine interaktive Wahlmöglichkeit beim Betrachter entsteht. Das Beispiel des Hütchenspielers demonstriert diese Neuerung anschaulich. (Dank für den Hinweis geht an den schockwellenreiter)

Endlich: Preiswerter LCD-Fernseher fürs Kinderzimmer

Montag, 19. Mai 2008

So geht’s, wenn auf die Technik, der Preis aber nicht mehr die Kultur der Nutzung dieser Technik gesehen wird. Die Computer Zeitschrift Chip preist einen günstigen 20-Zoll-LCD-TV an. Die Chip Empfehlung: Ein Gerät für alle Gartenbesitzer oder für das Kinderzimmer. Zitat: “So können Sie rein theoretisch auf der Terrasse sitzen und gleichzeitig fernsehen”. Auf eine Beschreibung, wie schön doch dann die Kinder in ihrem Kinderzimmer die Zeit vor dem neuen LCD-Fernseher verbringen können, hat Chip dann allerdings verzichtet.

Generation Online: Medienkompetenz und Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Freitag, 09. Mai 2008

Eine umfangreiche Studie  (pdf) unter diesem Titel legt nun GESIS-IZ vor. In 4 Abschnitten werden theoretische und empirische Ansätze, konkrete Behandlungen von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen, computerbezogene medienpädagogische Ansätze und ihr Einsatz in Jugendeinrichtungen/Schulen und schließlich die Freizeitgestaltung mit Computer und Internet behandelt. Ein fünfter Abschnitt schließlich behandelt Fragen und Ansätze zu Gefährdungspotentialen und Jugendschutz. Ein Umfangreiches Register und Hinweise zur Literaturrecherche schließen die Arbeit ab.