Schlagwort-Archive: Medienbildung

Diskussionswert: “Gewährleistungsziele“

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder hat “Das Standard-Datenschutzmodell – Konzept zur Datenschutzberatung und -prüfung auf der Basis einheitlicher Gewährleistungsziele“ veröffentlicht.
Für die auch in der GMK teilweise kontroverse medienpädagogische Fachdiskussion können die dort aus Gesetzen und Grundrechten abgeleiteten sieben “Gewährleistungsziele“ eine hilfreiche Anregung und Strukturierung bieten:
Die altbekannten Schutzziele der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit werden erweitert um die spezifisch auf den Schutzbedarf von Personen ausgerichteten Ziele der Gewährleistung von Nichtverkettbarkeit, Transparenz und Intervenierbarkeit.
Als erstes übergreifendes Ziel wird “Datensparsamkeit“ definiert – nicht individualistisch verkürzt wie in manchen medienpädagogischen Broschüren und Projekten, sondern als systemische Anforderung an den gesamten Prozess der Erhebung und Verarbeitung.
Mehr auf produktive-medienarbeit.de

Das komplette 44-seitige Papier kann als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ich empfehle die Rezeption.

Positionspapier der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Lehrerbildung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat am 19.01.2015 ihr Positionspapier „Medienkompetenz in der Lehramtsausbildung – Bildung für ein Leben und Arbeiten im 21. Jahrhundert“ vorgelegt. Es wurde „unter der fachlichen Mitarbeit einer speziell dafür zusammengestellten Expertengruppe“ (Quelle) entwickelt, der mehrere GMK-Mitglieder angehörten.

Einige gut begründete Forderungen von GMK und KBoM haben Eingang in dieses Positionspapier gefunden:

  • länderübergreifende Bildungsstandards zur Medienpädagogik
  • obligatorischer Bestandteil in allen pädagogischen Studiengängen
  • Medienpädagogik sowohl als Querschnittsaufgabe als auch integriert in die Fachdidaktiken
  • Prüfungsrelevanz für das erste und das zweite Staatsexamen
  • systematische Fortbildungsangebote
  • Ausbau medienpädagogischer Forschung und Lehre an den Hochschulen

Das Positionspapier kann als PDF-Datei herunter geladen werden.

Kinder- und jugendpolitisches Leitpapier zum 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2011 –

Zwei Zitate aus dem Leitpapier, die m.E. gute Anregung auch für die Reflexion der Ziele unserer (medien)pädagogischen Arbeit geben.

Gibt es hierfür bei uns eigentlich durchgehend Zustimmung?

„Bildung ist mehr als die Vermittlung wirtschaftlich verwertbaren Wissens und mehr als das Durchlaufen des formalen Bildungswegs von Schule über Ausbildung oder Studium hin zu guten Zukunftschancen und einer qualifizierten und dauerhaften Beschäftigung. Bildung braucht Freiräume, damit Erfahrungs-, Lern- und Bildungsprozesse von Heranwachsenden ihrer eigenen Logik und besonderen Bedürfnissen junger Menschen folgen können.
Diese formellen und informellen Prozesse finden in formalen und nichtformalen Settings statt und sind nicht nur an einen Ort gebunden. Hierfür ist ein eigenständiges Bildungskonzept der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich, das keine formalisierten Lernprozesse zum Maßstab nimmt oder Bildung an einer individualisierenden Verantwortungszuschreibung für die Aneignung von Kompetenzen festmacht.“

„Die Ausbildung und berufliche Eingliederung junger Menschen ist ebenfalls gesellschaftliche Aufgabe. Dabei darf nicht nur die Erlangung von Beschäftigungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Vielmehr müssen, im Sinne einer umfassenden Kompetenzentwicklung für junge Menschen, sowohl beruflich als auch für den weiteren Lebensweg, nachhaltig Selbstbildung und Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden.“

Quelle:
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, Kinder. Jugend. Zukunft:Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!
Kinder- und jugendpolitisches Leitpapier zum 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2011
Download als PDF-Datei: http://www.agj.de/pdf/5/DJHT-Leitpapier_2011.pdf

gthiele

Schule soll verstärt Konsumkompetenzen vermitteln

Am vergangenen Dienstag fand im Steigenberger Hotel in Berlin die Netzwerkkonferenz „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“ statt, zu der Bundesministerin Ilse Aigner über 150 Vertreter und Vertreterinnen unter anderem aus den Bereichen Verbraucherschutz, Jugendbildung, Lehrerweiterbildung und Wissenschaft eingeladen hatte. Diskutiert wurde in Plenen und Workshops, inwieweit künftig ein Schulfach „Verbraucherbildung“ eingeführt werden soll, um Kinder und Jugendliche bei wichtigen Konsumentscheidungen zu unterstützen und allgemein ihre Alltagskompetenz zu fördern. Insbesondere Jugendliche, so die Ministerin, haben nur ungenügende Kenntnisse im Hinblick auf den Abschluss von Handy- und Versicherungsverträgen sowie Onlinekaufgeschäften. Um sich im Dschungel der Dienstleistungsangebote des Internets besser zurecht zu finden, benötigen sie Spezialwissen und besondere Fähigkeiten. Neben Finanz- und Gesundheitswissen sollen junge Menschen Technik- und Medienkompetenzen erlernen, wobei diese vorrangig in den Schulen vermittelt werden sollen. Medienkompetenzvermittlung ist dabei jedoch nur ein Baustein eines recht umfassenden Curriculums. Hier geht es zur Presseerklärung:

http://www.bmelv.de/cln_163/SharedDocs/Pressemitteilungen/2010/196-AI-Bildungsinitiative.html

Stellungnahme der GMK-Landesgruppe zur Situation und Perspektiven der Medienbildung in Baden-Württemberg

Die Stellungnahme analysiert den Stand der Medienbildung in ausgewählten zentralen Bereichen – von der Frühpädagogik bis zur Ausbildung – und leitet daraus Forderungen ab, die insbesondere nachhaltige Strukturveränderungen im Blick haben. Da die momentan stattfindende, teils öffentlich geführte, Diskussion um Perspektiven der Medienbildung in Baden Württemberg eine Chance darstellt, Veränderungen anzustossen, die auf nachhaltige Strukturen zielen, soll die Stellungnahme Impulse geben sowie Partner auffordern, die dargelegten Vorschläge aufzugreifen und zu unterstützen. Die Stellungnahme ist als .pdf auf der Homepage der GMK einsehbar.