Schlagwort-Archive: Medienkompetenzförderung

MekoKitaService

Heute erhielt ich den Newsletter MekoKitaService November 2015 mit dem Schwerpunktthema Werbung – auch diesmal wieder eine sachlich fundierte, vielfältige und anregende Praxishilfe der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), die ich ausdrücklich empfehlen möchte.
Die monatlich für das Modellprojekt „Medienkompetenz-Kitas NRW“ von erfahrenen Kolleginnen zusammengestellten und z.T. auch neu erstellten Materialien sind dank LfM und dank Internet für alle Interessierten auch außerhalb von NRW kostenfrei erhältlich.
Hier können Sie den MekoKitaService abonnieren: http://www.meko-kitas-nrw.de/index.php?id=814

Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland

Vor einer Woche wurde in Erfurt erstmals der Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland vergeben.
Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), zusammengeschlossen in der Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten, hatten gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) diesen Preis im März ausgelobt. Er wird in fünf Kategorien an Projekte in den drei Bundesländer verliehen:
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Kinder/n bis 12 Jahre
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Jugendliche/n von 13 bis 19 Jahre
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Erwachsene/n
– Bestes Produkt
– Beste Idee für die Realisierung eines Medienkompetenzprojektes

Erfreulich:
– Hier wird sachgerecht kooperiert.

– Die Preisauslobung ist keine isolierte Aktion, sondern eingebettet in regelmäßige Fortbildungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote der drei Medienanstalten.

– Es werden Aktivitäten aus der Region hervorgehoben und vernetzt.

– Wie beim bundesweiten Dieter-Baacke-Preis geht es nicht nur um die Bewertung von Projektergebnissen: „Das Anliegen der vier Partner ist es, die Bedeutung und die Qualität von Projekten sowie Ideen aus der Region hervorzuheben, die in herausragender Weise darauf abzielen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Medien nahe zu bringen.“ (MDR)

– Es wurden zahlreiche preiswürdige Projekte eingereicht.

– In den Auswahlgremien und in der Hauptjury sind GMK-Mitglieder gut vertreten.

Bedauerlich:
Der Preis wird (vorerst?) nur für 2015, 2017 und 2019 ausgelobt.

Weitere Informationen

Modullehrplan „Medien und Informatik“ im „Lehrplan 21“

Könnte das ein Vorbild für Deutschland sein?
Ende Oktober 2014 hat die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz den mehrfach überarbeiteten, jetzt insgesamt 470-seitigen „Lehrplan 21“ für die 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone zur Einführung freigegeben. Insgesamt werden „363 Kompetenzen in 2300 Kompetenzstufen“ beschrieben. (Rahmeninformationen, S. 23). Über die endgültige Einführung werden die Kantone einzeln entscheiden.

Die Förderung von Medienkompetenz wird in dem 2014 vollständig überarbeiteten 18–seitigen Modullehrplan „Medien und Informatik“ thematisiert.

Im Titel wird eine vorab vorgenommene problematische Einengung deutlich: „Module umfassen zeitlich und inhaltlich begrenzte Aufgaben der Schule…“ – Rahmeninformationen, S.17)

Die halbseitigen Vorgaben für die „Kompetenzbereiche ICT und Medien“ der „Grobstruktur Lehrplan 21“ von 2011 wurden ausgearbeitet.
Zu den Bereichen Medien, Informatik und den gesondert ausgewiesenen „Anwendungskompetenzen“ werden jeweils stufenbezogene Teilkompetenzen benannt.
Schon 2011 waren die Fachbereichsteams beauftragt worden, die damals formulierten Kompetenzen „in die Fachbereichslehrpläne einzubauen und mit Querverweisen zu kennzeichnen.“ (Grobstruktur Lehrplan 21, S.4)
Im jetzt vorgelegten Lehrplan 21 sind solche Verweise zwar angekündigt, im Modullehrplan aber sind weder die vorgesehenen Querverweise noch die „Orte der Erarbeitung“ ausgeführt. Auch Festlegungen zur institutionell abgesicherten Umsetzung im Schulalltag fehlen. So muss abgewartet werden, ob dies alles noch beschlossen wird und wie und in welchem Umfang die einzelnen Kantone „Zeitgefässe bereitstellen und die Zuständigkeiten regeln.“ (Rahmeninformationen, S.17)

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Aktionstag gegen TTIP, CETA und Co am 21. Mai 2015

Die von über 300 Organisationen getragene Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA hatte im Dezember 2014 bereits mehr als 1.000.000 Unterschriften gesammelt. Der Deutschen Kulturrat ruft weiterhin auf, den Aufruf gegen TTIP und CETA zu unterzeichnen: http://stop-ttip.org/de/unterschreiben/
Außerdem bittet der Kulturrat um breite Unterstützung für den Aktionstag, damit an diesem besonderen Tag in vielen Städten und Gemeinden Aktionen gegen die Freihandelsabkommen EU-USA (TTIP) und EU-Kanada (CETA) stattfinden.

„Wir wollen TTIP und CETA verhindern, da sie diverse kritische Punkte wie Investor-Staat-Schiedsverfahren und Regelungen zur regulatorischen Kooperation enthalten, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen. Wir wollen verhindern, dass in intransparenten Verhandlungen Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards gesenkt sowie öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert werden.“
Quelle

Digitale Bildung – Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion ( Oktober 2014)

Die thematisch zuständigen Arbeitsgruppen „Bildung und Forschung“ und „Digitale Agenda“ haben für die SPD-Fraktion im Bundestag ein differenziertes zwölfseitiges Positionspapier erstellt, das den Bereich „Bildung“ bei der Umsetzung des Regierungsprogramms „Digitale Agenda 2014 bis 2017“ besonders stärken soll.

Ich denke, GMK und KBoM sollten mit diesen Arbeitsgruppen den fachlichen Kontakt suchen.

Das komplette Positionspapier kann als PDF-Datei kostenfrei herunter geladen werden.

gthiele

Bundesjugendkuratorium, Souveränität und Verantwortung in der vernetzten Medienwelt – Anforderungen an eine kinder- und jugendorientierte Netzpolitik

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) hat im Juni 2013 ein Positionspapier vorgelegt, das fachlich und politisch begründete Anforderungen an eine kinder- und jugendorientierte „Netzpolitik“ formuliert.
Meine Einschätzung: Ein medienpädagogisch und medienpolitisch wichtiges Papier für die aktuelle Diskussion um Medienkompetenzförderung. Lesenswert! Diskussionswert!

Kurzinformation

Der komplette Text der 50-seitigen Stellungnahme kann als PDF-Datei kostenfrei heruntergeladen werden.

gthiele

Hamburg: Medienkompetenzförderung durch ein Medienkompetenz- Netzwerk

Am 4.5.2011 hat die Hamburgische Bürgerschaft auf Antrag der SPD-Fraktion („Medienkompetenzförderung durch ein Medienkompetenz- Netzwerk„) einen umfangreichen Katalog von „Prüfaufgaben“ beschlossen, die zu einem Gesamtprogramm zur Medienkompetenzförderung führen sollen.

Anlass war ein Antrag der CDU zur Einführung eines Medienführerscheins, der durchaus auch „im Rahmen der Entwicklung des Rahmenkonzepts für die Aktivitäten zur Förderung der Medienkompetenz“ gedacht war.

Der Hamburger SPD-Politiker Hansjörg Schmidt, Medien- und Netzpolitischer Sprecher seiner Fraktion, bietet hierzu bei Youtube eine kommentierte Videoaufzeichnung seiner Antragsbegründung vor der Bürgerschaft an.

gthiele