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Blog: Medien als Werkzeuge der Weltaneignung

Der Kollege Wolf-Rüdiger Wagner erkundet weiterhin spannende historische Quellen zu seinem Thema „Medien als Werkzeuge der Weltaneignung“ und publiziert in seinem Blog Einsichten fördernde Zusammenhänge zu aktuellen Entwicklungen. Ich empfehle die neuen Einträge

Medialitätsbewusstsein (2):”Photographie und Himmelskunde”

1846 – 2016: Die Entdeckung von Planeten durch das „geistige Auge“ der Mathematik

Der Blog dokumentiert auch zahlreiche ältere Arbeiten von ihm,
darunter die direkt für den Unterricht geeigneten Materialien zu WebQuests, für ihn „ein didaktisches Konzept, bei dem es um problemorientiertes, selbstständiges und kooperatives Lernen geht.“

Stellungnahme der Fachgruppe Schule der GMK zum Basiscurriculum Medienbildung im Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufe 1-10 in Berlin und Brandenburg

Die FG Schule hat fristgerecht eine differenzierte achtseitige Stellungnahme zum Entwurf eines Basiscurriculums Medienbildung im neuen Rahmenlehrplan vorgelegt.
Einige Aussagen: Die FG begrüßt, dass eine verpflichtende curriculare Grundlage geschaffen wurde.
Sie befürchtet, dass wegen der funktionalen Orientierung des hier genutzten Kompetenzmodells die Gefahr einer verkürzten Wahrnehmung und einer Subsumierung von Medienkompetenz unter „Methodenkompetenz“ besteht.
Sie bezweifelt, dass beim derzeitigen Stand der eigentlich beabsichtigten expliziten Einbindung in die Fachteile des Rahmenlehrplans wirklich ein systematischer und nachhaltiger Aufbau von Medienkompetenz möglich ist und empfiehlt eine Überarbeitung.
Es ist wohl nicht zufällig, dass sich hier ähnliche Schwierigkeiten zeigen wie beim Modullehrplan “Medien und Informatik” im “Lehrplan 21″.

Vollständiger Text der Stellungnahme

Newsletter Weiterbildung Medienbildung

Der Newsletter der Weiterbildung Medienbildung der PH Zürich erscheint drei bis vier Mal jährlich. Neben Informationen zu Beratungs- und Fortbildungsangeboten enthält er Medientipps, Fachinformationen und Unterrichtsideen. Im aktuellen Newsletter (März 2015) wird z.B. ein Unterrichtsvorschlag zur Nutzung und Thematisierung von Wordle beschrieben.
Es wird ein kostenfreier Bezug des Newsletters angeboten.

Modullehrplan „Medien und Informatik“ im „Lehrplan 21“

Könnte das ein Vorbild für Deutschland sein?
Ende Oktober 2014 hat die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz den mehrfach überarbeiteten, jetzt insgesamt 470-seitigen „Lehrplan 21“ für die 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone zur Einführung freigegeben. Insgesamt werden „363 Kompetenzen in 2300 Kompetenzstufen“ beschrieben. (Rahmeninformationen, S. 23). Über die endgültige Einführung werden die Kantone einzeln entscheiden.

Die Förderung von Medienkompetenz wird in dem 2014 vollständig überarbeiteten 18–seitigen Modullehrplan „Medien und Informatik“ thematisiert.

Im Titel wird eine vorab vorgenommene problematische Einengung deutlich: „Module umfassen zeitlich und inhaltlich begrenzte Aufgaben der Schule…“ – Rahmeninformationen, S.17)

Die halbseitigen Vorgaben für die „Kompetenzbereiche ICT und Medien“ der „Grobstruktur Lehrplan 21“ von 2011 wurden ausgearbeitet.
Zu den Bereichen Medien, Informatik und den gesondert ausgewiesenen „Anwendungskompetenzen“ werden jeweils stufenbezogene Teilkompetenzen benannt.
Schon 2011 waren die Fachbereichsteams beauftragt worden, die damals formulierten Kompetenzen „in die Fachbereichslehrpläne einzubauen und mit Querverweisen zu kennzeichnen.“ (Grobstruktur Lehrplan 21, S.4)
Im jetzt vorgelegten Lehrplan 21 sind solche Verweise zwar angekündigt, im Modullehrplan aber sind weder die vorgesehenen Querverweise noch die „Orte der Erarbeitung“ ausgeführt. Auch Festlegungen zur institutionell abgesicherten Umsetzung im Schulalltag fehlen. So muss abgewartet werden, ob dies alles noch beschlossen wird und wie und in welchem Umfang die einzelnen Kantone „Zeitgefässe bereitstellen und die Zuständigkeiten regeln.“ (Rahmeninformationen, S.17)

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Basiscurriculum Medienbildung für Berlin und Brandenburg

Ende November 2014 veröffentlichte das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin -Brandenburg (LISUM) die Anhörungsfassung der neuen kompetenzorientierten Rahmenlehrpläne für die Grundschule und die Sekundarstufe I der beiden Bundesländer.

Darin enthalten ist auch ein „Basiscurriculum Medienbildung“ als Teilbereich der „fächerübergreifenden Kompetenzentwicklung“.
Bis Ende März 2015 wird um fachliche Rückmeldungen gebeten, um anschließend diese auszuwerten und die Rahmenlehrpläne zu überarbeiten. Ab dem Schuljahr 2016/17 sollen die Rahmenlehrpläne einschließlich „Basiscurriculum Medienbildung“ verbindlich werden.

Link zum Basiuscurriculum Medienbildung (pdf, Seiten 13-23 im Teil B, Fachübergreifende Kompetenzentwicklung, Anhörungsfassung vom 28.11.2014):

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/rahmenlehrplaene_und_curriculare_materialien/Rahmenlehrplanprojekt/anhoerung/plan/2_Teil_B_Anhoerungsfassung_vom_28.11.2014.pdf

Die Fachgruppe Schule der GMK wird eine Stellungnahme erarbeiten und sich hierzu im März in Berlin treffen.

Wie wirksam sind digitale Medien im Unterricht?

Bardo Herzig, Professor für Allgemeine Didaktik, Schulpädagogik und Medienpädagogik an der Universität Paderborn, hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die insgesamt nur 32seitige Studie „Wie wirksam sind digitale Medien im Unterricht?“ erstellt, in der er stark verdichtet und versehen mit zahlreichen weiterführenden Literaturhinweisen den aktuellen Forschungsstand darstellt. Er bezieht sich dabei (leider) „ausschließlich auf mediendidaktische Fragestellungen, d. h. auf das Lernen mit digitalen Medien.“
Der lohnende Beitrag kann jetzt kostenfrei (wenn auch etwas mühsam) bei SlideShare gelesen werden. Er ergänzt damit den schon 2013 dort veröffentlichten Folienvortrag „Wirkungen digitaler Medien im Unterricht“.

gthiele

Faszination Medien

Vorige Woche wurde in Berlin „Faszination Medien – Ein multimediales Lernangebot für Schule und Jugendarbeit“ vorgestellt – Ergebnis eines mehrjährigen Projektes der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, in das erhebliche öffentliche Mittel investiert wurden.
Unter der übergreifenden Fragestellung: „Was genau fasziniert uns an den Medien und wie beeinflussen sie uns?“ soll es „Medienwissen und Medienreflexion gleichermaßen fördern.“
Als medienpädagogisches Ziel wird angestrebt, „dass Jugendliche sich gezielt mit ihrem medial geprägten Umfeld diskursiv auseinandersetzen und ihre eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten hinterfragen.“
Hierzu wird ein didaktisch gut durchdachtes und klar (zum Teil allerdings auch etwas eng) strukturiertes, umfangreiches und differenziertes Angebot auf einer DVD mit Begleitheft vorgelegt, das Interessen, Rezeptionsweisen und vorhandene Kompetenzen Jugendlicher beachtet.

Kurzbesprechung

Faszination Medien kann über den Shop der Bundeszentrale für politische Bildung unter der Bestellnummer 1962 für 7€ bestellt werden.

gthiele

KIM Studie 2012 – Erste Ergebnisse

Der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest (mpfs) stellte Ende Februar auf der “didacta” erste Ergebnisse der KIM Studie 2012 vor (Kinder + Medien, Computer + Internet). Schwerpunkt war das Thema Schule. Erste Ergebnisse wurden bereits in einer Pressemitteilung zur Verfügung gestellt:

„Rund drei von fünf Kindern zwischen sechs und 13 Jahren „arbeiten“ zumindest selten zu Hause am PC für die Schule. Davon nutzen vier Prozent den Computer (fast) jeden Tag um Inhalte für die Schule vor oder nachzubereiten. 30 Prozent „arbeiten“ mindestens einmal pro Woche am PC für die Schule und 24 Prozent tun dies seltener. Dabei spielt auch das Internet eine wichtige Rolle: 80 Prozent der Kinder, die den PC (zu Hause) für die Schule nutzen, suchen mindestens einmal pro Woche im Internet nach Informationen. 70 Prozent schreiben regelmäßig für die Schule Texte am PC und 60 Prozent nutzen ein spezifisches Lernprogramm.“

Die komplette Studie erscheint voraussichtlich Ende März 2013.

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