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Nutzer/innen betrachten das Internet als Instrument zur Förderung der Demokratie – BITKOM-Studie veröffentlicht

Die Mehrheit der vom BITKOM e.V. befragten 1000 Internetnutzer/innen sind der Ansicht, dass sie sich durch die Angebote des Internets stärker an politischen Angelegenheiten beteiligen können und betrachten diese Entwicklung als sehr positiv. Leider geht aus Studie nicht hervor, wer sich faktisch auch beteiligt, d.h. wer z.B. sein Votum zum Bürgerhaushalt abgibt, wer wie oft Politiker/innen über welche Dienste und Plattformen kontaktiert, wer Politik in welcher Form mit welchem Effekt mitgestaltet. Wir dürfen auf Anschlussbefragungen gespannt sein.

Hier der Link zur PM des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM):

http://www.bitkom.org/de/presse/8477_70163.aspx

eingestellt von Dagmar Hoffmann

Leseempfehlung! Der zweite Zwischenbericht der Enquete Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ #eidg

„Medienkompetenz – ist das mehr als nur eines der unzähligen „Buzzwords“, die in der Netzpolitik regelmäßig kommen und gehen? Medienkompetenz wird von manchen belächelt, von anderen als die Lösung aller Probleme angesehen, von Bildungschancen bis zum Jugendschutz der Neuzeit. Ein Thema also, das intensiv aufgeladen ist.

Dabei wurde viel erreicht: Unsere Recherche hat gezeigt, dass es eine schier unendliche Menge toller Projekte und Initiativen in Sachen Medienkompetenz gibt. All denen, die hier – teilweise seit vielen, vielen Jahren – tätig sind: Hut ab und danke für das tolle Engagement!

Aber wie kann es sein, dass trotz all dieser Initiativen immer wieder der Eindruck entsteht, es müsse noch viel mehr in Sachen Medienkompetenz getan werden?“ (zitiert aus der Einleitung des Berichts, S. 4)

Hier geht es zum Link (Drucksache 17/7286).

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/072/1707286.pdf

eingestellt von Dagmar Hoffmann

Schule soll verstärt Konsumkompetenzen vermitteln

Am vergangenen Dienstag fand im Steigenberger Hotel in Berlin die Netzwerkkonferenz „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“ statt, zu der Bundesministerin Ilse Aigner über 150 Vertreter und Vertreterinnen unter anderem aus den Bereichen Verbraucherschutz, Jugendbildung, Lehrerweiterbildung und Wissenschaft eingeladen hatte. Diskutiert wurde in Plenen und Workshops, inwieweit künftig ein Schulfach „Verbraucherbildung“ eingeführt werden soll, um Kinder und Jugendliche bei wichtigen Konsumentscheidungen zu unterstützen und allgemein ihre Alltagskompetenz zu fördern. Insbesondere Jugendliche, so die Ministerin, haben nur ungenügende Kenntnisse im Hinblick auf den Abschluss von Handy- und Versicherungsverträgen sowie Onlinekaufgeschäften. Um sich im Dschungel der Dienstleistungsangebote des Internets besser zurecht zu finden, benötigen sie Spezialwissen und besondere Fähigkeiten. Neben Finanz- und Gesundheitswissen sollen junge Menschen Technik- und Medienkompetenzen erlernen, wobei diese vorrangig in den Schulen vermittelt werden sollen. Medienkompetenzvermittlung ist dabei jedoch nur ein Baustein eines recht umfassenden Curriculums. Hier geht es zur Presseerklärung:

http://www.bmelv.de/cln_163/SharedDocs/Pressemitteilungen/2010/196-AI-Bildungsinitiative.html

Generation Porno war und ist alles Medienmache! Und von sexueller Verwahrlosung kann auch keine Rede sein.

Die neue Studie „Jugendsexualität 2010“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung liegt nun vor und dementiert im Prinzip all die öffentlichkeitswirksamen und im Prinzip jugendstigmatisierenden Reportagen und Diskussionen der vergangenen zwei Jahre. Wieder mal ist die Jugend besser als ihr Ruf! Demzufolge sind die meisten der befragten insgesamt 3.542 Jugendlichen im Hinblick auf ihr Sexualleben eher zurückhaltend, d.h. sie lassen sich mit der Partnerwahl und dem ersten Sex im Vergleich zu frühreren Generationen viel Zeit. Sie wissen über Sexualität gut Bescheid und wissen sich zu informieren, wobei auch (!) aber nicht nur (!) das Internet genutzt wird. Sie denken an Verhütung und praktizieren sie. Sie wissen zudem, sich über sexuelle Probleme zu verständigen.

Die vollständigen Ergebnisse der BZgA-Studie liegen vor.

Zur Presseerklärung geht’s hier:
http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=617