Archiv der Kategorie: Medienkompetenz

Neue social-media-Kampagne der GMK

Zur Ankündigung auf das 34. Forum Kommunikationskultur startet die GMK eine social-media-Kampagne, die im wöchentlichen Turnus kurze Statements zum Forums-Thema „Futurelab Medienpädagogik: Qualität, Standards, Profession“ via Facebook und Twitter veröffentlicht.

Das 34. GMK-Forum Kommunikationskultur findet vom 17. bis 19. November in der Frankfurt University of Applied Sciences statt. Weitere Infos: www.gmk-net.de/index.php?id=390 #gmk17

34. GMK-Forum 2017: Qualität-Standards-Profession, Sabine Eder

34. GMK-Forum 2017: Qualität-Standards-Profession, Sabine Eder

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Blog: Medien als Werkzeuge der Weltaneignung

Der Kollege Wolf-Rüdiger Wagner erkundet weiterhin spannende historische Quellen zu seinem Thema „Medien als Werkzeuge der Weltaneignung“ und publiziert in seinem Blog Einsichten fördernde Zusammenhänge zu aktuellen Entwicklungen. Ich empfehle die neuen Einträge

Medialitätsbewusstsein (2):”Photographie und Himmelskunde”

1846 – 2016: Die Entdeckung von Planeten durch das „geistige Auge“ der Mathematik

Der Blog dokumentiert auch zahlreiche ältere Arbeiten von ihm,
darunter die direkt für den Unterricht geeigneten Materialien zu WebQuests, für ihn „ein didaktisches Konzept, bei dem es um problemorientiertes, selbstständiges und kooperatives Lernen geht.“

Einigung bei der EU-Datenschutzreform – Thematisierung in der GMK wichtig!?

Nach mehrjährigen Verhandlungen wird am 17.12. 2015 im federführenden Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments über die Datenschutz-Grundverordnung „Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und freier Datenverkehr“
und über die Richtlinie „Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die zuständigen Behörden zum Zwecke der Verhütung, Aufdeckung, Untersuchung oder Verfolgung von Straftaten oder der Strafvollstreckung sowie freier Datenverkehr“
abgestimmt werden. Erst am 15.12. wurden die letzten Kompromissformulierungen zwischen Europäischem Parlament, Ministerrat und Europäischer Kommission beschlossen: http://www.emeeting.europarl.europa.eu/committees/download.do?docUrl=http%3A%2F%2Fwww.europarl.europa.eu%2Fmeetdocs%2F2014_2019%2Fplmrep%2FCOMMITTEES%2FLIBE%2FDV%2F2015%2F12-17%2F3_consolidated_text_EN.pdf

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Diskussionswert: “Gewährleistungsziele“

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder hat “Das Standard-Datenschutzmodell – Konzept zur Datenschutzberatung und -prüfung auf der Basis einheitlicher Gewährleistungsziele“ veröffentlicht.
Für die auch in der GMK teilweise kontroverse medienpädagogische Fachdiskussion können die dort aus Gesetzen und Grundrechten abgeleiteten sieben “Gewährleistungsziele“ eine hilfreiche Anregung und Strukturierung bieten:
Die altbekannten Schutzziele der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit werden erweitert um die spezifisch auf den Schutzbedarf von Personen ausgerichteten Ziele der Gewährleistung von Nichtverkettbarkeit, Transparenz und Intervenierbarkeit.
Als erstes übergreifendes Ziel wird “Datensparsamkeit“ definiert – nicht individualistisch verkürzt wie in manchen medienpädagogischen Broschüren und Projekten, sondern als systemische Anforderung an den gesamten Prozess der Erhebung und Verarbeitung.
Mehr auf produktive-medienarbeit.de

Das komplette 44-seitige Papier kann als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ich empfehle die Rezeption.

MekoKitaService

Heute erhielt ich den Newsletter MekoKitaService November 2015 mit dem Schwerpunktthema Werbung – auch diesmal wieder eine sachlich fundierte, vielfältige und anregende Praxishilfe der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), die ich ausdrücklich empfehlen möchte.
Die monatlich für das Modellprojekt „Medienkompetenz-Kitas NRW“ von erfahrenen Kolleginnen zusammengestellten und z.T. auch neu erstellten Materialien sind dank LfM und dank Internet für alle Interessierten auch außerhalb von NRW kostenfrei erhältlich.
Hier können Sie den MekoKitaService abonnieren: http://www.meko-kitas-nrw.de/index.php?id=814

MIKE-Studie 2015

Zusätzlich zu den Ergebnissen der erneuten Durchführung der JAMES–Studie Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz 2014
wurden gerade Ergebnisse der – wiederum in Kooperation mit dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführten – ersten repräsentative Studie über das Mediennutzungsverhalten von sechs bis zwölf Jahre alten Kindern in der Schweiz vorgestellt: MIKE-Studie 2015 – Medien, Interaktion, Kinder, Eltern

Ähnlich wie in Deutschland – siehe KIM-Studie 2014 – zeigt sich z.B.
„Handy/Smartphone, Computer/Laptop, Internetzugang und Fernsehgerät gehören zur Standard-Ausstattung der meisten Haushalte mit Kindern in der Schweiz“ (S. 29)

„Medienerfahrungen sind für Kinder in der Schweiz ein zentraler Teil ihres Alltags.“ (S.80)

„Die Themen Gewalt und Pornographie im Online-Kontext machen den befragten Eltern am meisten Sorgen.“ (S.78)
Deutlich hervorgehoben wird demgegenüber in der Studie: „Ähnlich wie bei den Fernsehinhalten machen Kinder in der Schweiz häufiger positive als negative Erfahrungen mit Internetinhalten.“ (S.49)

Auffällig ist die höhere Nutzung von Youtube bei Mittelstufenschülerinnen und -schülern in der Schweiz: „76 % dieser Kinder nutzen YouTube mindestens einmal pro Woche und schauen sich online Videos an, 40 % tun dies sogar jeden oder fast jeden Tag.“ (S.45) Bei der Interpretation ist sicher zu beachten, dass die Datenerhebung etwa sechs Monate später erfolgte als in Deutschland.

Die komplette Studie mit ihren differenziert dargestellten Ergebnissen, Interpretationen und einigen Vergleichen mit Ergebnissen der KIM-Studie kann als
PDF-Datei herunter geladen werden.

Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland

Vor einer Woche wurde in Erfurt erstmals der Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland vergeben.
Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), zusammengeschlossen in der Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten, hatten gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) diesen Preis im März ausgelobt. Er wird in fünf Kategorien an Projekte in den drei Bundesländer verliehen:
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Kinder/n bis 12 Jahre
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Jugendliche/n von 13 bis 19 Jahre
– Medienkompetenzprojekt für/ mit Erwachsene/n
– Bestes Produkt
– Beste Idee für die Realisierung eines Medienkompetenzprojektes

Erfreulich:
– Hier wird sachgerecht kooperiert.

– Die Preisauslobung ist keine isolierte Aktion, sondern eingebettet in regelmäßige Fortbildungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote der drei Medienanstalten.

– Es werden Aktivitäten aus der Region hervorgehoben und vernetzt.

– Wie beim bundesweiten Dieter-Baacke-Preis geht es nicht nur um die Bewertung von Projektergebnissen: „Das Anliegen der vier Partner ist es, die Bedeutung und die Qualität von Projekten sowie Ideen aus der Region hervorzuheben, die in herausragender Weise darauf abzielen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Medien nahe zu bringen.“ (MDR)

– Es wurden zahlreiche preiswürdige Projekte eingereicht.

– In den Auswahlgremien und in der Hauptjury sind GMK-Mitglieder gut vertreten.

Bedauerlich:
Der Preis wird (vorerst?) nur für 2015, 2017 und 2019 ausgelobt.

Weitere Informationen

miniKIM 2014, Kleinkinder und Medien

Nach der JIM-Studie 2014 für die 12- bis 19-Jährigen und der KIM-Studie 2014 für die 6- bis 13-Jährigen veröffentlichte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) im Mai 2015 „miniKIM 2014 Kleinkinder und Medien“, seine zweite repräsentative „Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-Jähriger in Deutschland„.

Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass auch die frühe Kindheit schon Medienkindheit ist, dass aber das Label „Digital Natives“ eine missverständliche Pauschalisierung darstellt und dass „Drinnen spielen“ und „Draußen spielen“ immer noch die häufigsten Aktivitäten sind.

Trotz (oder wegen?) der vielen Aufklärungsprojekte und -broschüren wird von den Erziehenden das Internet überwiegend „mit negativen Effekten wie Einfluss auf die Gewaltbereitschaft (56 %), dem Kontakt mit ungeeigneten Inhalten (61 %) sowie dem „Stubenhocken“ (53 %) in Verbindung gebracht.“ (S. 27). Insgesamt „sind knapp neun von zehn Haupterziehern der Meinung, das Internet sei für Kinder gefährlich.“ (S. 32)

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Die komplette Studie kann als PDF-Datei kostenfrei herunter geladen werden.