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Neue Studie zur Medienerziehung in der Familie erschienen

Wie gehen Eltern mit diesem Druck und dem Thema Medienerziehung in ihrem Alltag um? Welche Ansprüche werden formuliert und wo liegen die Hindernisse, diese umzusetzen? Was wünschen sich Eltern an Informationen und wie können sie erreicht werden? Diesen und anderen Fragen geht die Studie des JFF und der LfM aus verschiedenen Perspektiven nach. Untersucht wurden dazu Familien mit Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Die Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen elterliche Vorstellungen mit der familialen Alltagsbewältigung und den Bedürfnissen der Kinder kollidieren und es werden medienerzieherische Informations- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie Konsequenzen für die medienpädagogische Elternarbeit und familienbezogene Unterstützungssysteme diskutiert.

Link zur Studie

Papa, spielen wir Computer?

Das Ergebnisse der aktuell veröffentlichten Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) „Computerspiele(n) in der Familie“ zeigen, dass Kinder beginnen immer früher mit dem Computerspielen beginnen und dass der digitale Spielspaß kaum reguliert zu werden scheint. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ rät Eltern, ihre Kinder dabei zu begleiten, auf altersgerechte Angebote zu achten und feste Zeiten zu vereinbaren.

Link

FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) 2011 : Neue Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen

Seit Februar 2012 gibt es mit der FIM-Studie eine weitere Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen:

„Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext.“ (Pressemeldung)

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest liefert uns seit über zehn Jahren mit den Studienreihen KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) und JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) regelmäßig aktuelle Daten über die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Mit der qualitativ angelegte Untersuchung JIM plus Nahaufnahmen 2009 lieferte er zudem bereits wichtige Informationen über Hintergründe, Motive und individuelle Einstellungen der Mediennutzung bei Jugendlichen.
Mit der neuen FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) wurden 2011 zusätzlich die Kommunikationsstruktur und die Mediensituation im Familienkontext erhoben.
Für die laut MPFS repräsentative Studie wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen 3 und 19 Jahren persönlich befragt. Mit einer Teilstichprobe wurde ergänzend eine Tagebuchbefragung durchgeführt.

Die gesamte Studie kann als als PDF-Datei (2,75 MB) heruntergeladen werden.
Zusammen mit der Kurzinformation zur Studie wird auch ein direkter Zugang zu den grafischen Darstellungen ermöglicht.

Drei Zitate:
„71 Prozent der Eltern sehen regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Woche, mit ihren Kindern fern. Etwa die Hälfte hört gemeinsam Radio. 13 Prozent der Eltern nutzen regelmäßig mit zumindest einem Kind das Internet, deutlich seltener werden gemeinsam Computer- (4 %) und Konsolenspiele (3 %) gespielt.“ (S.90)

„Bei der Frage nach den Medienexperten der Familie sind die Rollen klar verteilt. Väter sind die Spezialisten im Umgang mit technischen Aspekten, vor allem beim Computer. Mütter
werden für Fernsehinhalte und zum Thema Buch als kompetentestes Familienmitglied eingeschätzt, für Computerspiele sind die Kinder die Experten.“ (S.91)

„In aktuellen Fragen der Medienerziehung schätzen sich 21 Prozent der Eltern als sehr kompetent ein. Die Mehrheit mit 60 Prozent der Eltern formuliert dies mit etwas kompetent deutlich zurückhaltender. 14 Prozent schätzen sich weniger kompetent ein und fünf Prozent schreiben sich hier gar keine Kompetenz zu.“ (S.91)

gthiele