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Medienkompetenztag: „Einfach mal abschalten?!“ | Hamburg | 09. April

Viele Menschen empfinden die steigende Kommunikationsgeschwindigkeit und Erreichbarkeit zumindest zeitweise als Belastung. Auf dem Medienkompetenztag wird der Frage nachgegangen, ob medienfreie (Zeit)Räume heutzutage sinnvoll oder notwendig sind und (wo) man überhaupt noch abschalten kann.

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FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) 2011 : Neue Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen

Seit Februar 2012 gibt es mit der FIM-Studie eine weitere Pflichtlektüre für Medienpädagogen/innen:

„Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext.“ (Pressemeldung)

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest liefert uns seit über zehn Jahren mit den Studienreihen KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) und JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) regelmäßig aktuelle Daten über die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Mit der qualitativ angelegte Untersuchung JIM plus Nahaufnahmen 2009 lieferte er zudem bereits wichtige Informationen über Hintergründe, Motive und individuelle Einstellungen der Mediennutzung bei Jugendlichen.
Mit der neuen FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) wurden 2011 zusätzlich die Kommunikationsstruktur und die Mediensituation im Familienkontext erhoben.
Für die laut MPFS repräsentative Studie wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen 3 und 19 Jahren persönlich befragt. Mit einer Teilstichprobe wurde ergänzend eine Tagebuchbefragung durchgeführt.

Die gesamte Studie kann als als PDF-Datei (2,75 MB) heruntergeladen werden.
Zusammen mit der Kurzinformation zur Studie wird auch ein direkter Zugang zu den grafischen Darstellungen ermöglicht.

Drei Zitate:
„71 Prozent der Eltern sehen regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Woche, mit ihren Kindern fern. Etwa die Hälfte hört gemeinsam Radio. 13 Prozent der Eltern nutzen regelmäßig mit zumindest einem Kind das Internet, deutlich seltener werden gemeinsam Computer- (4 %) und Konsolenspiele (3 %) gespielt.“ (S.90)

„Bei der Frage nach den Medienexperten der Familie sind die Rollen klar verteilt. Väter sind die Spezialisten im Umgang mit technischen Aspekten, vor allem beim Computer. Mütter
werden für Fernsehinhalte und zum Thema Buch als kompetentestes Familienmitglied eingeschätzt, für Computerspiele sind die Kinder die Experten.“ (S.91)

„In aktuellen Fragen der Medienerziehung schätzen sich 21 Prozent der Eltern als sehr kompetent ein. Die Mehrheit mit 60 Prozent der Eltern formuliert dies mit etwas kompetent deutlich zurückhaltender. 14 Prozent schätzen sich weniger kompetent ein und fünf Prozent schreiben sich hier gar keine Kompetenz zu.“ (S.91)

gthiele