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Kritische Anmerkungen zur Allensbachstudie „Die Zukunft der digitalen Gesellschaft – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage“ (2014)

Die Studie liefert wichtige Daten zum Thema. Sie entwickelt daraus einige recht eindrucksvolle Aussagen, die sicher in der bildungspolitischen Diskussion auftauchen werden – allerdings kritisch zu hinterfragen sind.

Ein Beispiel: in der Studie wird in Grossbuchstaben herausgestellt:
„DIE MEHRHEIT DER BEVÖLKERUNG BLICKT AMBIVALENT BIS SKEPTISCH AUF DIE ZUKUNFT DER DIGITALEN GESELLSCHAFT.“
Ein Blick in Tabelle 1 im Anhang zeigt: Die Begriffe „ambivalent“ und „skeptisch“ tauchen in der Frage an die Interviewten nicht auf. Sie sind offenbar Neuformulierungen der Antwortkategorien „weder noch“ und „mit Befürchtungen“. Die obige Aussage wird dann dadurch erreicht, dass die Prozentzahlen in der Kategorie „weder noch“ zu denen der Kategorie „mit Befürchtungen“ hinzugezählt werden. Mit demselben problematischen Verfahren würde man aber auch 51,2% für das Gegenteil erreichen und könnte behaupten:

Die Mehrheit der Bevölkerung blickt ambivalent bis hoffnungsfroh auf die Zukunft der Digitalen Gesellschaft.

Zwei weitere Beispiele dafür, wie durch nach meiner Sicht unzulässigen Umgang mit den Daten „fundierte“ Aussagen für die bildungspolitische Diskussion konstruiert werden, sind auf dem Server Produktive Medienarbeit zu finden.

Die Studie kann kostenfrei als PDF-Datei von der Site zum Wissenschaftsjahr 2014 herunter geladen werden.

gthiele

Neue Studie zur Medienerziehung in der Familie erschienen

Wie gehen Eltern mit diesem Druck und dem Thema Medienerziehung in ihrem Alltag um? Welche Ansprüche werden formuliert und wo liegen die Hindernisse, diese umzusetzen? Was wünschen sich Eltern an Informationen und wie können sie erreicht werden? Diesen und anderen Fragen geht die Studie des JFF und der LfM aus verschiedenen Perspektiven nach. Untersucht wurden dazu Familien mit Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Die Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen elterliche Vorstellungen mit der familialen Alltagsbewältigung und den Bedürfnissen der Kinder kollidieren und es werden medienerzieherische Informations- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie Konsequenzen für die medienpädagogische Elternarbeit und familienbezogene Unterstützungssysteme diskutiert.

Link zur Studie

KIM Studie 2012 – Erste Ergebnisse

Der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest (mpfs) stellte Ende Februar auf der “didacta” erste Ergebnisse der KIM Studie 2012 vor (Kinder + Medien, Computer + Internet). Schwerpunkt war das Thema Schule. Erste Ergebnisse wurden bereits in einer Pressemitteilung zur Verfügung gestellt:

„Rund drei von fünf Kindern zwischen sechs und 13 Jahren „arbeiten“ zumindest selten zu Hause am PC für die Schule. Davon nutzen vier Prozent den Computer (fast) jeden Tag um Inhalte für die Schule vor oder nachzubereiten. 30 Prozent „arbeiten“ mindestens einmal pro Woche am PC für die Schule und 24 Prozent tun dies seltener. Dabei spielt auch das Internet eine wichtige Rolle: 80 Prozent der Kinder, die den PC (zu Hause) für die Schule nutzen, suchen mindestens einmal pro Woche im Internet nach Informationen. 70 Prozent schreiben regelmäßig für die Schule Texte am PC und 60 Prozent nutzen ein spezifisches Lernprogramm.“

Die komplette Studie erscheint voraussichtlich Ende März 2013.

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Studie: Teilen, vernetzen, liken – Jugend zwischen Eigensinn und Anpassung im Social Web

Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat im Auftrag der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien die fünfte Konvergenzstudie durchgeführt. Dafür befragte das JFF in vier qualitativ angelegten Teilstudien 147 Jugendliche mit unterschiedlichem Bildungshintergrund zu ihrem Online-Medienhandeln. In den Ergebnissen zeigt sich, dass Jugendliche eigensinnig ihre Wege in der aktuellen Medienwelt gehen, sich dabei aber auch an die Vorgaben der Angebote anpassen (müssen).

 

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Papa, spielen wir Computer?

Das Ergebnisse der aktuell veröffentlichten Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) „Computerspiele(n) in der Familie“ zeigen, dass Kinder beginnen immer früher mit dem Computerspielen beginnen und dass der digitale Spielspaß kaum reguliert zu werden scheint. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ rät Eltern, ihre Kinder dabei zu begleiten, auf altersgerechte Angebote zu achten und feste Zeiten zu vereinbaren.

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